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Name: Afibrinogenämie / Dysfibriogenämie/ Afibrinogenemia, congenital
OMIM: 202400
Gen, Region: FGA, (FGB), FGG
Hintergrund

Fibrinogen ist ein 340kD Glycoprotein, das aus jeweils 2 Ketten der Untereinheiten Aα, Bß und  besteht. Mit einer Konzentration von 3mg/ml stellt Fibrinogen eines der häufigsten Serumproteine dar. Die Spaltung von Fibrinogen durch Thrombin steht am Ende der Gerinnungskaskade. Die nach der Spaltung freigesetzten Fibrin-Ketten polymerisieren und bilden somit ein Blutgerinnsel, das dem Wundverschluss dient.

Die Afibrinogenämie ist durch das Fehlen von Fibrinogen im Blut gekennzeichnet, so dass keine Blutgerinnung erfolgen kann. Als Folgen der Afibrinogenämie können Menorrhagien, Darmblutungen, Hämathrosen und intrakraniale Blutungen auftreten.

Bei der häufigeren Dysfibrinogenämie beruht ein verminderter Aktivitätsnachweis (koagulometrische Messmethode) bei normaler Konzentration (immunologische Messung) auf der Bildung veränderter Fibrinogenproteine. Eine Dysfibrinogenämie führt meist zu einer Thrombophilie und erhöhter Abortneigung.

Genetik

Kodiert werden die 3 Untereinheiten des Fibrongens durch die Gene FGA, FGB und FGG, die alle auf Chromosom 4q31.3 in Tandem-Formation lokalisiert sind. Ursächliche Mutationen sind in allen 3 Genen nachgewiesen. Entsprechend der Position und der Art der Mutation resultiert eine Afibrinogenämie oder Dysfibrinogenämie. Die Erkrankung wird in beiden Fällen autosomal-rezessiv vererbt. Ob allerdings bereits heterozygote Merkmalsträger ein erhöhtes Erkrankungsrisiko tragen ist zur Zeit noch ungeklärt.

Methodik

Aufeinanderfolgende Sequenzierung der Gene FGA, FGB und FGG (jeweils 5 Exons).


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