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Name: Crigler-Najjar-Syndrom Typ 1+2
OMIM: 218800 / 606785
Gen, Region: UGT1A1
Hintergrund

Die Analyse des UGT1A1-Gens ist indiziert zur Untersuchung des Crigler-Najjar-Syndroms (CN). CN ist eine sehr seltene Erbkrankheit (Prävalenz <1:1 000 000), die auf einem Mangel des lysosomalen Enzyms Bilirubin-UDP-Glukuronyltransferase (UGT) in der Leber beruht. Dadurch ist die für die Ausscheidung des Bilirubins in der Galle notwendige Konjugation von Bilirubin mit Glucuronsäure und damit die Detoxikation vermindert oder unterbleibt. Klinisch ist die Erkrankung durch einen persistierenden Ikterus in den ersten Lebenstagen gekennzeichnet. Ebenso führt die stark erhöhte Serumkonzentration von unkonjugiertem Bilirubin zu einer Schädigung des Zentralnervensystems.

Bei Crigler-Najjar-Typ I (CN-1), fehlt das Enzym völlig. Es kommt unmittelbar nach der Geburt zu einem schweren Ikterus und kann potentiell letal sein. Die mildere Form dieses Syndroms bildet der Crigler-Najjar-Typ II (CN-II). Hier besteht eine Restfunktion des Enzyms, so dass die Prognose günstiger ist. Beide Typen werden hauptsächlich autosomal-rezessive vererbt, wobei bei CN-II auch dominante Formen vermutet werden.

Genetik

Ursache des Crigler-Najjar-Syndroms Typ I und II sind verschiedene Mutationen im Gen UGT1A1. Das Gilbert-Meulengracht-Syndrom beruht meist auf dem homozygoten Vorliegen eines häufigen Polymorphismus im Promoter des UGT1A1-Gens (7 statt 6 TA-Repeats in der TATA-Box).

Methodik

Sequenzierung des Gens UGT1A1 (5 Exons) inclusive der TA-Expansion.


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