Name: Faktor VII-Mange
OMIM: 227500
Gen, Region: F7
Hintergrund
Faktor VII, Prokonvertin, ist ein Beta-Globulin, seine Synthese in der Leber ist Vitamin-K abhängig. Er gehört zur exogenen Strecke des Gerinnungssystems. Der Faktor VII-Mangel manifestiert sich in einer Störung des Aktivatorsystems von Faktor VII, das über den Faktor X zusammen mit Faktor V den Prothrombin-Aktivator bildet. Dadurch wird nur ungenügend Prothrombin in Thrombin umgewandelt und es kommt klinisch zur gesteigerten Blutungsneigung. Erstmanifestation tritt meist im Neugeborenenalter auf. Hierbei zeigt sich meist eine starke, an klassiche Hämophilie erinnernde Blutungsneigung. Der Verlauf kann sehr schwer sein, mit Hirn- und Gelenkblutungen oder auch mild, nur mit Haut- und Schleimhautblutungen (Nasenbluten, Menorrhagie) und Blutungen bei chirurgischen Eingriffen. Schließlich sind viele Personen trotz sehr niedriger FVII-Spiegel symptomlos. Konzentrierte FVII-Präparate dienen der Substitutionstherapie.
Genetik
Der FVII-Mangel wird autosomal-rezessiv vererbt, daher entwickeln nur die Homozygoten und die Compound-Heterozygoten (Träger von 2 verschiedenen Mutationen im gleichen Gen) ein hämorrhagisches Syndrom, die Blutgerinnung der Heterozygoten ist normal. Derweil sind mehr als 130 Mutationen im Faktor VII-Gen beschrieben, die über eine Sequenzanalyse erfasst werden können. Bei den meisten handelt es sich um Punktmutationen, die oft nur in einer Familie entdeckt wurden.
Methodik
Sequenzierung des Gens F7 (8 Exons)
