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Name: Hereditäre Neuropathie mit Neigung zu Drucklähmungen (HNPP) / tomakulöse Neuropathie
OMIM: 162500
Gen, Region: PMP22
Hintergrund

Bei der Hereditären Neuropathie mit Neigung zu Druckläsionen ((hereditary neuropathy with liability to pressure palsies, HNPP) handelt es sich um eine milde demyelinisierende Form einer Neuropathie mit remittierendem Verlauf und großer Variabilität der klinischen Symptome. Es zeigen sich vorübergehende sensomotorische Funktionsausfälle peripherer Nerven, oft nach minimalen mechanischen Traumen. Meist bilden sich die Symptome nach Tagen oder Wochen vollständig zurück, nach wiederholten Traumata werden aber auch persistierende Symptome beobachtet. Ein Drittel der Patienten zeigt eine chronische Symptomatik mit Paresen, Crampi, Parästhesien oder Myalgien. Schmerzhafte Sensationen werden nur selten beobachtet. Die Nervenleitgeschwindigkeit ist in den betroffenen Nerven fokal verzögert mit Leitungsblockierungen. Darüber hinaus kann die NLG aber distal betont auch diffus vermindert sein. Neurographische Auffälligkeiten sind bei allen Mutationsträgern nachweisbar, ein Viertel der Betroffenen bleibt aber asymptomatisch. Morphologisch findet man bei der HNPP typische „würstchenförmige“ (tomakulöse) fokale Verdickungen der Myelinscheiden der markhaltigen Fasern. Die Variabilität und oft schwache Ausprägung der Symptome erklärt, dass die HNPP stark unterdiagnostiziert ist.

Genetik

Die Vererbung ist autosomal dominant. Es liegt in 85 % der Fälle eine heterozygote Deletion des Gens PMP22 vor. Dabei ist derselbe Bereich deletiert, der bei der CMT1A dupliziert ist (s. „Charcot-Marie-Tooth/HMSN“). Damit sind die beiden Erkrankungen die ersten, bei denen eine Duplikation bzw. die reziproke Deletion als Ursache erkannt wurden. In seltenen Fällen sind auch Punktmutationen im PMP22-Gen für eine HNPP verantwortlich.

Methodik

Semiquantitative MLPA-Analyse auf Deletionen im Bereich PMP22.


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