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Name: Holoprosencephalie 2, 3, 5
OMIM: 236100, 157170, 142945, 609637
Gen, Region: SIX3, SHH, ZIC2
Hintergrund

Holoprosencephalie (HPE) ist die häufigste angeborene Entwicklungsstörung des Vorderhirns und des Gesichts. Bei 1:250 Konzeptionen findet sich eine HPE, ihre Frequenz unter Lebendgeburten beträgt wegen der hohen intrauterinen Letalität jedoch nur 1:16 000. Anatomisch besteht diese Missbildung aus einer unvollständigen Teilung der zwei Hemisphären des embryonalen Vorderhirns und aus damit im Zusammenhang stehenden Dysgenesien. Das klinische Spektrum reicht von unauffälligen Trägern einer Mutation, bei denen manchmal nur ein ungeteilter vorderer Schneidezahn den Hinweis auf den genetischen Defekt gibt, über Lippen-Gaumen-Spalten bis zur Zyklopie. Hierbei bildet sich nur ein Auge auf der senkrechten Mittellinie des Gesichtes. Meistens findet sich eine mentale Retardierung unterschiedlichen Grades. Zur Ätiologie der Holoprosenzephalie ist noch wenig bekannt. HPE kann z. B. durch Diabetes oder Hypocholesterinämie der Mutter entstehen.

Genetik

25-50% der HPE-Fälle beruhen auf Chromosomenstörungen, so ist HPE ein häufiges Symptom bei Trisomie 13 oder 18. Man geht davon aus, dass 18-25% der HPE-Fälle monogene Erkrankungen sind, wobei mehrere Genorte bekannt sind, die zu einer autosomal dominanten Holoprosencephalie führen. Wegen geringer Penetranz können selbst Träger der gleichen Mutation sehr unterschiedlich ausgeprägte Symptome zeigen. In unserem Labor werden die am häufigsten betroffenen Gene untersucht: sonic hedgehoc SHH, (HPE3: 30-40%), Six3 (HPE2: 5%) und ZIC2 (HPE5: 1-2%).

Methodik

Aufeinanderfolgende Sequenzierung der Gene SHH (3 Exons), SIX3 (2 Exons) und ZIC2 (3 Exons).


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