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Name: Holt-Oram-Syndrom, atriodigitale Dysplasie / Herz-Hand-Syndrom
OMIM: 142900
Gen, Region: TBX5
Hintergrund

Das Holt-Oram-Syndrom ist gekennzeichnet durch Fehlbildungen im Bereich der oberen Extremitäten und bei 75% der Patienten auch des Herzens. Die Extremitäten können unilateral, bilateral symmetrisch oder asymmetrisch betroffen sein mit hoher Variabilität auch innerhalb einer Familie. Es handelt sich meist um Reduktionsfehlbildungen des Daumens sowie Anomalie oder Aplasie des Radius. Alle Betroffenen haben zumindest einen im Röntgenbild auffälligen abnormen Handwurzelknochen. Bei den Herzfehlbildungen dominieren Ventrikelseptumdefekte und Vorhofseptumdefekte. Häufig treten auch Reizleitungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen auf. Das Holt-Oram-Syndrom ist das häufigste der sogenannten Herz-Hand-Syndrome, mit einem Vorkommen von 1 auf 100.000 Lebendgeburten.

Hintergrund

Bisher ist nur das Gen TBX5 als verantwortlich für das autosomal-dominante Holt-Oram-Syndrom bekannt. Mehr als 70% der nach stringenten Kriterien diagnostizierten Patienten haben eine nachweisbare Mutation in diesem Gen. Bisher wurden über 30 verschiedene Punktmutationen gefunden, wobei mindestens zwei der Mutationen häufiger vorkommen und vermutlich sogenannte hot spots darstellen. Auch größere Deletionen sind beschrieben. Etwa 85% dieser Mutationen sind de novo entstanden, d. h. es liegt kein familiärer Hintergrund vor. TBX5 kodiert für einen Transkriptionsfaktor der T-box-Familie, der eine wichtige Rolle in der Kardiogenese und der Extremitätenentwicklung spielt.

Methodik

Sequenzierung des Gens TBX5 (9 Exons).


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