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Name: Mucopolysaccharidose Typ1 Hurler/Scheie-Krankheit
OMIM: 607014, 607015, 607016
Gen, Region: IDUA
Hintergrund

Die MPS I ist eine seltene progressive lysosomale Speicherkrankheit mit Multiorgan-Beteiligung. Es lassen sich drei klinische Verlaufsformen unterscheiden. Zum einen manifestiert sich die schwerere Form (Morbus Hurler, MPS IH) durch Skelett-Deformationen und eine psychomotorische Retardierung. Das radiologische Muster von Skelettveränderungen wird als progressive Dysostosis multiplex bezeichnet. Die Patienten sind nach der Geburt zunächst unauffällig, eine Vergröberung der Gesichtszüge macht sich innerhalb der ersten beiden Lebensjahre bemerkbar. Hornhauttrübung, und Herzprobleme treten praktisch immer und Hörverlust häufig auf. Die Prognose ist infaust, der Tod tritt im ersten Lebensjahrzehnt, meist als Folge von kardiorespiratorischem Versagen auf. Patienten mit der milderen adulten Form (Morbus Scheie, MPS IS) sind normal gross und nicht geistig retardiert, weisen versteifte Gelenke, Hornhauttrübung, das Karpaltunnel-Syndrom, leichte Skelettveränderungen sowie Herzbeteiligung auf. Ferner haben einige Patienten einen Krankheitsschweregerad zwischen M. Hunter und M. Scheie (M. Hurler-Scheie, MPS IH/S).

Ausser symptomatischer Behandlung gibt es derzeit keine Therapie für MPS I. Bei therapeutischen Ansätzen mit Knochenmarktransplantation und Enzymersatz-Therapien können, wenn früh eingesetzt, positive Effekte und verlangsamte Progression erreicht werden.

MPS I kommt in allen Populationen mit einer Häufigkeit von 1/100.000 in der schweren und von 1/500.000 in der milden Form vor.

Genetik

Die Ursache von MPS I ist eine verminderte Aktivität des lysosomalen Enzyms Alpha-L-Iduronidase, die durch unterschiedliche Mutationen des Gens IDUA bedingt wird. Alpha-L-Iduronidase ist am Abbau von Glycosaminoglycanen (GAG, Dermatan- und Heparansulfat) beteiligt. Die Akkumulation in Lysosomen von partiell degradierten GAGs beeinträchtigt die Zell-, Gewebe- und schließlich auch die Organfunktion.

Der Erbgang von MPS I ist autosomal-rezessiv, insgesamt sind über 100 verschieden Mutationen im IDUA-Gen beschrieben. Die Häufigkeit spezifischer Mutationen variiert dabei zwischen verschiedenen Populationen. Die meisten Allele, die zu der milden oder intermediären MPS1 führen, sind Missense-Mutationen.

Methodik

Sequenzierung des Gens IDUA (14 Exons)


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