Name: Hyper-IgD-Syndrom
OMIM: 260920
Gen, Region: MVK
Hintergrund
Das Hyper IgD-Syndrom (HIDS gehört zu einer Gruppe von Erkrankungen, die sich durch periodisches Fieber auszeichnen. HIDS ist charakterisiert durch ein rekurrierendes Fieber, das von Lymphoadenopathie, Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Gelenkschmerzen, Hepatosplenomegalie und Hautveränderungen begleitet werden kann. Derartiges Fieber tritt alle 4 bis 8 Wochen auf und hat bis zu einer Woche andauern kann. Die ersten Attacken beginnen schon im Kindesalter. Im Gegensatz zu anderen Fiebererkrankungen wie z.B. dem Mittelmeerfieber, kann Colchicin die Fieberschübe nicht mindern. Die meisten HIDS-Patienten zeigen einen erhöhten Level von Serum-IgD, obwohl auch welche mit einem normalen Serum-IgD-Level beschrieben sind.
Genetik
Die Vererbung des Hyper IgD-Syndroms ist austosomal rezessiv. HIDS-Patienten können Mutationen im Gen für die Mevalonatkinase (MVK-Gen) aufweisen, die einen Mangel des Enzyms zur Folge haben, wodurch es zu einer Akkumulation von Mevalonsäure kommt. Das MVK-Gen besitzt 11 Exons (10 kodierende) und ist auf Chromosom 12q24 lokalisiert. Die drei häufigsten Mutationen bei HIDS finden sich in den Exons 2, 9 und 11: H20P (~7%) bzw. V377I (~52 %) und I268T (~14%).
Methodik
- zunächst Sequenzierung der Exons 2, 9 und 11.
- bei Homozygotie für das ‚Wildtyp-Allel’ oder Heterozygotie für nur eine der häufigsten Varianten: Sequenzierung der restlichen kodierenden Exons (3 – 8, 10).
