Name: Hypochondroplasie
OMIM: 146000
Gen, Region: FGFR3
Hintergrund

Die Hypochondroplasie ist eine der Achondroplasie (s. dort) ähnliche, jedoch unter den meisten Gesichtspunkten leichtere autosomal dominante Störung.

Typische Zeichen dieser Skelettdysplasie sind geringe Körpergröße bei kompakter Statur, disproportional kurze Extremitäten, kurze und breite Hände und Füße, leichte Überdehnbarkeit der Gelenke und Makrozephalus. Kopfform und Facies sind meist unauffällig. Die Verschiebung der Körperproportionen ist weniger ausgeprägt als bei der Achondroplasie, die Muskelschlaffheit geringer, die Erwachsenengröße liegt um einige Zentimeter höher. Dafür findet man eher eine leichte mentale Retardierung. Bei Kindern unter 3 Jahren ist die Diagnose schwierig, weil die Symptome sich erst im Laufe des Wachstums deutlich ausprägen.

Über die Prävalenz der Hypochondroplasie herrscht noch Unklarheit, weil viele Betroffene, die als einziges Symptom geringe Körpergröße zeigen, deswegen keinen Arzt aufsuchen. Es wird aber vermutet, dass ähnlich der Achondroplasie die Häufigkeit zwischen 1:15.000 und 1:40.000 liegt.

Genetik

Etwa 70% der betroffenen Individuen sind heterozygot für einen Basenaustausch im FGFR3-Gen (50% C1620A, 20% C1620G), der zur Mutation N540K im Tyrosinkinase-Rezeptor FGFR3 führt. Weitere Mutationen an anderen Stellen von FGFR3 wurden in etwa 10% der Fälle gefunden. Bei den übrigen 20% der Fälle kann die Beteiligung eines anderen, bisher unbekannten Gens nicht ausgeschlossen werden. Weil eine milde Form der Achondroplasie der Hypochondroplasie ähnelt, wird auch die dafür typische Mutation (s. dort) mitgetestet.

Interessant ist die deutliche Korrelation der Neumutationsrate mit dem Alter des Vaters.

Die Hypochondroplasie ist allelisch mit der Achondroplasie und der thanatophoren Dysplasie (s. dort), d. h. die Störungen beruhen auf verschiedenen Mutationen in demselben Gen FGFR3. In dieser Achondroplasiegruppe nimmt der Schweregrad der morphologischen Veränderungen von der thanatophoren Dysplasie I und II über die Achondroplasie zur Hypochondroplasie ab.

Methodik

Sequenzierung der Exons 9, 10, 13, 15 von FGFR3


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