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Name: Mannose-Bindungsprotein-Defizienz
OMIM: 154545
Gen, Region: MBL2
Hintergrund

Das Mbl2-Gen kodiert für MBP (=“Mannose-Bindungsprotein“), ein 32kD Serum-Lektin mit einer hohen Bindungsaffinität zur Mannose. Die Bindung an Mannose-Reste an der bakteriellen Zellmembran führt zu einer Aktivierung des Komplementsystems. Somit ist das MBP Teil des angeborenen Immunsystems. Insbesondere unter Neugeborenen mit rekurrenten Atemwegsinfektionen finden sich gehäuft Mutationsträger. Bei CF-Patienten stellt die Mannose-Bindungsprotein-Defizienz ein weiteren Risikofaktor dar. So weisen beispielsweise CF-Patienten mit MBP-Mangel eine deutlich erhöhte Anfälligkeit für Burkholderia cepacia-Infektionen und Leberschädigungen auf. Bei adulten Merkmalsträgern ist die klinische Relevanz unklar, allerdings scheint ein MBP-Mangel zu einer signifikant reduzierten Lebenserwartung bei HIV-infizierten Patienten zu führen.

Genetik

Klinisch sind insbesondere die Polymorphismen Arg52Cys, Gly54Asp und Gly57Glu im MBL2 Gen von Bedeutung, die zu einer deutlichen Verminderung der MBP Serumkonzentration führen. Ebenso sind drei Promoter-Haplotypen (HY, LY und LX) bekannt, wobei vor allem der Haplotyp LX einen niedrigen MBP Serumlevel aufweist. Alle bekannten MBL2-Polymorphismen kommen in der europäischen Bevölkerung mit einer Häufigkeit von >1% vor.

Methodik

Sequenzierung von MBL2 (4 Exons) inklusive der Bestimmung der Promoter-Haplotypen HY, LY und LX.


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