Name: Multiple epiphyseale Dysplasie
OMIM: 132400
Gen, Region: COMP
Hintergrund
Die Multiple epiphyseale Dysplasie (MED) sowie auch die Pseudoachondroplasie (PSACH, s. auch dort) sind gekennzeichnet durch Kleinwuchs mit normaler Gesichts- und Kopfmorphologie. Bei der MED tritt bereits während frühen Kindheit eine schwere Ostheoarthritis der Hüfte auf. Weitere Charakteristika sind außerderm eine epiphysealer Dysplasie, Hüftdysplasie, Brachydaktylie mit verkürzten Mittelhand- und Fingerknochen sowie eine Hyperextensibilität der Fingergelenke.
Genetik
Die Vererbung von MED ist autosomal dominant und beruht auf Mutationen in dem Gen COMP. Weitere Gene, die im Zusammenhang mit MED stehen, sind beschrieben (COL9A1, COL 9A2, COL9A3, MATN3, DTDST). Das COMP-Gen kodiert mit seinen 19 Exons für das ‘cartilage oligomeric matrix protein’, das zur Familie der Thrombospondin-Gene zählt. Das Protein besteht aus einer repititiven EGF-Hand-Domäne und Calmodulin-ähnlichen Wiederholungen.
Etwa 30% der MED-Fälle beruhen auf Mutationen im COMP-Gen, während dieses Gen für nahezu alle Fälle von PSACH verantwortlich zu machen ist. Am häufigsten finden sich Mutationen in den Exons 13, 14 und 16. Das Exon 13 enthält einen GAC-Repeat (n=5), der in ca. 1/3 der bisherigen COMP-abhängigen MED-Fälle deletiert oder expandiert ist. Insgesamt finden sich 60% der Mutationen in diesen 3 o.g. Exons bei COMP-assoziierter MED bzw. PSACH.
Methodik
Stufendiagnostik:
1. Sequenzierung der Hot-Spot-Exons 13, 14 und 16
2. Sequenzierung der restlichen 16 Exons
