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Name: Pankreatitis, hereditäre /PCTT
OMIM: 167800
Gen, Region: PRSS1, SPINK1
Hintergrund

Die HP führt zu einer Zerstörung des exokrinen Pankreas und zum Auftreten eines Diabetes mellitus. Die Erkrankung wird meist im Kindes- und Jugendalter auf Grund rezidivierender Abdominalbeschwerden diagnostiziert. Allein aufgrund des klinischen Bildes ist eine Abgrenzung zur chronischen Pankreatitis anderer Genese nicht möglich, eine familiärer Häufung von chronischer Pankreatitis ist ein Indikator. Die Stellung der richtigen Diagnose ist wichtig, da Patienten mit hereditärer Pankreatitis eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, schon vor dem 45. Lebensjahr ein Pankreaskarzinom zu entwickeln. Den Patienten sollte eine genetische Beratung angeboten werden, bevor eine Mutationsuntersuchung durchgeführt wird, insbesondere wenn es sich um eine prädiktive genetische Diagnostik eines gesunden Angehörigen handelt.

Genetik

Die HP wird autosomal dominant vererbt, die Penetranz liegt bei etwa 80% und die phänotypische Expression ist variabel. Bisher sind 3 Gene identifiziert worden, die für die HP verantwortlich sind. Hiervon können zwei Gene am ZMG angeboten werden:

Das erste verantworliche Gen, PRSS1, kodiert für das kationische Trypsinogen und liegt auf dem Chromosom 7. Durch die Untersuchung der Exons 2 und 3 können hier 85% aller beschriebenen Mutationen in diesem Gen nachgewiesen werden. Diese führen vermutlich zu einem verzögerten Abbau des aktivierten Trypsins.

Das zweite Gen ist SPINK1, welches wahrscheinlich für einen Inaktivierungsfaktor der intrapankratische Trypsin-Aktivität darstellt. Eine häufige Mutation (N34S, Exon 3), die bei ca. 20-40% der Fälle identifiziert werden kann, ist bekannt. Ferner sind auch in den anderen Exons des SPINK1-Gens weitere Mutationen gefunden worden.

Methodik

1) Sequenzierung der Exons 2 und 3 des Gens PRSS1 und Sequenzierung des Exons 3 des SPINK1-Gens.

2) Auf Wunsch auch vollsequenzierung des SPINK1-Gens (3 weitere Exons)


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