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Name: Progressive pseudorheumatoide Dysplasie / ARTHROPATHY, PROGRESSIVE PSEUDORHEUMATOID, OF CHILDHOOD; PPAC
OMIM: 208230
Gen, Region: WISP3
Hintergrund

Die progressive Pseudorheumatoide Dysplasie (PPD) stellt eine seltene autosomal-rezessive Form der Spondyloepiphysealen Dysplasia tarda dar. Erste klinische Symptome treten ab dem 3. Lebensjahr auf. Insbesondere Schmerzen, Beweglichkeitsstörungen (Steifheit) und Schwellungen der Fingergelenke sind auffällig. Mit zunehmenden Alter sind weitere Gelenke betroffen und die Stärke der Symptome nimmt zu. Radiologisch lässt sich ein starker Knorpelverlust und im weiteren Verlauf eine Osteoporose nachweisen. Aufgrund des progressiven Verlaufs der Erkrankung sind die meisten betroffenen Patienten ab dem ersten oder zweiten Lebensjahrzehnt auf einen Rollstuhl angewiesen. Häufig wird ab der 3. Lebensdekade ein chirugischer Gelenkersatz notwendig.

PPD stellt eine wichtige Differenzialdiagnose zur Polyarthritis (Typ Sicca) dar.

Genetik

Ursächlich für die rezessive Erkrankung sind Mutationen im Gen WISP3 (=CCN6). WISP3 kodiert für ein „Wnt-1 inducible signaling pathway protein“ und gehört zur CCN Genfamilie, die sekretierte cysteinreiche Wachstumsfaktoren des Bindegewebes umfasst. Sie sind an der Regulation zahlreicher Entwicklungsprozesse beteiligt und spielen u.a. bei der Differenzierung von Fibroblasten und epithelialen Zellen eine Rolle. WISP3 wird besonders in unreifen Chondrozyten exprimiert. Mutationen in WISP3 führen zu einer Differenzierungsstörung der Chondrozyten und zu einer starken Abnahme des Matrixkollagens. Der Polymorphismus G85A in WISP3 stellt außerdem einen Risikofaktor für die juvenile idiopathische Arthritis dar. Aufgrund der rezessiven Vererbung ist die Erkrankung zum größten Teil auf consanguine Familien beschränkt, wobei die Patienten insbesondere aus dem Mittleren Osten, der Türkei und Indien/Pakistan stammen.

Methodik

Sequenzierung des Gens WISP3 (5 Exons).


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