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Name: Septo-optische Dysplasie / Optikusatrophie mit Wachstumsretardierung
OMIM: 182230
Gen, Region: HESX1
Hintergrund

Die septo-optische Dysplasie (SOD) stellt eine klinisch heterogene Erkrankung des ZNS dar. Gekennzeichnet ist die SOD durch eine Hypoplasie des Nervus opticus und der Hypophyse. Hinzu kommen verschiedene Entwicklungsstörungen des Gehirns, wie beispielsweise eine Agenesie des Corpus callosum und des Septum pellucidum oder auch Schizenzephalie. Die Folgen sind Sehstörungen bis zur Erblindung, mentale Retardierung und Immunschwäche. Durch die Hypoplasie der Hypophyse kommt es zu einer Störung des endokrinen Systems. Hierbei ist besonders der deutliche Mangel an Hypophysenhormonen (z.B. LH, FSH, TSH und ACTH), insbesondere des Wachstumshormons (GH) und die daraus resultierende Wachstumsretardierung typisch. Die „Insulin- oder Glukagon-induzierte GH-Antwort“ (Wachstumshormonstimulationstest) bleibt aus oder ist deutlich reduziert. Ebenfalls ist i.d.R. ein Cortison-Stimulationstest auffällig. Therapeutisch steht die Substitution der fehlenden bzw. reduzierten Hormone im Vordergrund.

Genetik

Die Ursachen für die Mehrzahl der Erkrankungen ist ungeklärt, hier werden nicht-monogenetische Auslöser vermutet. Verantwortlich für die hereditäre SOD sind Mutationen im HESX1-Gen. Das Homeobox-Gen HESX1 codiert für ein DNA-bindendes Protein, das an der Regulation von Entwicklungsprozessen des ZNS beteiligt ist. HESX1 Mutationen treten bei sporadischen SOD Fällen auf, wobei auch seltene familiäre Fälle beschrieben sind. Homozygote Merkmalsträger für die hereditäre SOD zeigen eine deutlich stärkere klinische Ausprägung als heterozygot Betroffene.

Neben der septo-optischen Dysplasie können HESX1-Mutationen auch zu einer „isolierten Hypophyseninsuffizienz“ führen, bei der keine Hypoplasie des Nervus opticus vorliegt. Hierbei sind differenzialdiagnostisch zusätzlich Mutationen in den Genen POU1F1 (PIT1) und PROP1 zu berücksichtigen.

Methodik

Sequenzierung des HESX1-Gens (4 Exons); ggf. Sequenzierung des Gens PROP1 (3 Exons) und/oder des Gens PIT1 (6 Exons).


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