FEED TWITTER
Name: Thanatophore Dysplasie / Thanatophoric Dwarfism
OMIM: 187600
Gen, Region: FGFR3
Hintergrund

Die thanatophore Dysplasie ist eine Skelettdysplasie, die neonatal fast immer letal ist. Infolge extrem kurzer Rippen und eingeengtem Thoraxraum führt eine respiratorische Insuffizienz kurz nach der Geburt zum Tode. Sonst entspricht der äußere morphologische Aspekt dem dysproportionierten Wuchs bei Achondroplasie. Mikroskopisch findet man eine verschmälerte Proliferations- und Säulenknorpelzone der Epiphysenfugen. Es werden zwei Typen unterschieden: Bei Typ I findet man typisch gebogene Femora und eher selten einen Kleeblattschädel, während bei Typ II die Femora gerade sind und immer eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Kleeblattdeformation des Schädels vorliegt.

Genetik

Beide Typen der thanatophoren Dysplasie werden durch autosomal dominante de novo Mutationen im FGFR3 Gen verursacht. Bei Typ I liegt in 90% der Fälle eine der hotspot-Mutationen R248C, Y373C oder S249C vor. Weitere 10% haben andere Mutationen in FGFR3. Bei Typ II findet sich praktisch immer die Mutation K650E. Weil die homozygote Form der Achondroplasie einen ähnlichen Phänotyp hervorruft, sollte auch die dafür (s. dort) typische Mutation Gly380Arg getestet werden, wenn beide Eltern Achondroplasie haben.

Die thanatophore Dysplasie ist allelisch mit der Achondroplasie und der Hypochondroplasie (s.dort), d. h. die Störungen beruhen auf verschiedenen Mutationen in demselben Gen FGFR3. In dieser Achondroplasiegruppe nimmt der Schweregrad der morphologischen Veränderungen von der thanatophoren Dysplasie I und II über die Achondroplasie zur Hypochondroplasie ab.

Methodik

Sequenzierung des relevanten Genabschnitts von FGFR3.



eXTReMe Tracker