Name: Treacher-Collins-Syndrom / Franceschetti-Klein-Syndrom /TCS
OMIM: 154500
Gen, Region: TCOF1
Hintergrund
Das Treacher Collins-Syndrom (TCS, Franceschetti-Syndrom) ist gekennzeichnet durch einen fazialen Phänotyp, der sich durch nach unten-außen abfallende Lidachsen Unterlidkolobomen, Hypoplasien des Jochbeins (Os zygomaticum) und des Unterkiefers (Mandibula), Mikrotien (zu kleine, dysplastische Ohrmuscheln) charakterisiert. Häufig findest sich eine Kombination dieser Auffälligkeiten mit einer Schwerhörigkeit, Veränderungen des Innenohrs und einer Atresie des äußeren Gehörgangs. Der Phänotyp ist zwischen verschiedenen Familien als auch intrafamiliär äußerst variable. Die Vererbung des TCS ist autosomal-dominant und beruht auf Mutationen im TCOF1-Gen.
Genetik
Ursächlich für das TCS sind Mutationen im TCOF1-Gen (26 Exons, 2 weitere Exons der Isoformen), wobei bei ca. 90% der Fälle eine Veränderung des Gens gefunden werden kann. Die Vererbung ist autosomal dominant. Bei TCS findet sich eine hohe Rate an de novo Mutationen.
Methodik
Stufendiagnostik:
1. Stufe: Sequenzierung der Exons 10, 15, 16, 23 und 24 (ca. 50% der Fälle)
2. Stufe: Sequenzierung der restlichen Exons
