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Name: von Hippel-Lindau Syndrom
OMIM: 193300
Gen, Region: VHL
Hintergrund

Das von-Hippel-Lindau-Syndrom ist eine autosomal-dominante Tumordispositionserkrankung, die insbesondere zur Bildung verschiedener Tumore des ZNS, der Augen, der Nieren und Nebennieren und des Pankreas führen kann. 40% der Patienten entwickeln Nierenzellkarzinome, die die Hauptursache für die Mortalität des Syndroms sind. Weiterhin sind Hämangioblastome (größtenteils im Kleinhirn), Pheochromocytome und Tumore des Endolymphgangs charakteristisch. Klinisch wird zwischen den Erkrankungstypen VHL 1 (ohne Pheochromocytome) und VHL 2 (mit Pheochromocytomen) unterschieden.

In den meisten Fällen manifestiert sich die Erkrankung zwischen dem 2. und 4. Lebensjahrzehnt, die Häufigkeit beträgt ca. 1:35.000. Etwa 80% der Fälle sind familiär, 20% treten de novo auf.

Eine frühzeitige Diagnose und damit schnell einsetzende Therapie wirkt sich positiv auf die Prognose aus. Bei präsymptomatischen Merkmalsträgern sollten bereits ab dem 5. Lebensjahr regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, so dass auftretende Tumore schon im frühen, asymptomatischen Stadium entdeckt werden können.

Genetik

In ca. 70% der Erkrankungen sind Punktmutationen im Gen VHL nachweisbar, die restlichen Erkrankungsfälle gehen auf die teilweise oder vollständige Deletion dieses Gens zurück. Über 300 verschiedene Mutationen wurden bisher in VHL nachgewiesen, nur wenige davon in mehr als vier Familien. Nur das Codon 167 scheint ein hot spot für Mutationen zu sein. Das VHL-Gen kodiert für ein Tumorsupressorgen, das an der Zellzyklusregulation und an Gefäßneubildungen beteiligt ist.

Methodik
  • Sequenzierung des Gens VHL (3 Exons).
  • Deletionsnachweis mittels MLPA.

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