Name: Wiskott-Aldrich-Syndrom / Eczema-thrombocytopenia-immunodeficiency syndrome / WAS
OMIM: 301000
Gen, Region: WAS
Hintergrund
Das Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS) ist ein Immundefekt, der sich u.a. in atopischer Dermatitis-ähnlichen Ekzemen, Thrombozytopenie und starker Infektneigung manifestiert. Die Erkrangung beginnt beim Neugeborenen aufgrund der Thrombozytopenie mit petechiale Blutunge, wobei im späteren Alter gastrointestinale und intrakranielle Blutungen hinzukommen. Die T-Zellimmunität ist zu Beginn normal, verschlechtert sich aber zunehmend, wodurch die Anfälligkeit für rezidivierende, opportunistische Infektionen deutlich ansteigt. Infektionen treten bei WAS-Patienten gehäuft durch Bakterien, die Schleimkapseln besitzen auf, da hier Antikörper gegen Bestandteile dieser Kapseln nicht gebildet werden können. Das Gleichzeitige Auftreten von Autoimmunerkrankungen wie z.B. Vaskulitiden ist bekannt.
Die WAS ist eine seltene Erkrankung mit einer Prävalenz von etwa 1-4 auf 1.000.000.
Genetik
Die Vererbung des Wiskott-Aldrich-Syndroms ist X-Chromosomal. Als ursächlich für das Syndrom konnten Mutationen im WAS-Gen identifiziert werden. WAS kodiert für ein Protein (WASP), welches ein Regulator für die Aktinpolymerisation in hematopoetischen Zellen darstellt. WASP ist zudem wichtig für die Tranlokalitsation von NFKB in den Kern und spielt eine Rolle in der Entwicklung diverser Immun- und- Blutzellen.
Phänotyp/Genotypkorrelationen für Mutationen im WAS-Gen konnten gezeigt werden, wobei die ‚klassische’ WAS nur bei vollkommenen Fehlen des Proteins, X-gekoppelte Thrombozytopenie bei einem veränderten Protein und X-gekoppelte Neutropenie bei Missense-Mutationen in der Cdc42-Domände des WAS-Proteins vorkommt.
Methodik
Direkte Sequenzierung des kodierenden Bereichs des WAS-Gens (12 Exons).
